Dienstag, 28. Dezember 2010

i9n

i9n... gesprochen i-neun, ist im Eigenverlag Strothmann Spiele erschienen und (unter anderem) über die dortige Homepage zu beziehen.

2 bis 5 Spieler bohren bei diesem Deduktionsspiel nach Öl. Wobei die Sache mit dem bohren durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn ein elementares Zubehörteil ist ein kleines Holzstäbchen, welches man in ebenso kleine Löcher bohrt.
Bohrt man dabei bis zum Boden der Schachtel, hat man erfolgreich eine Ölquelle entdeckt.

Soweit alles klar? ;-)

Noch nicht ganz?
Okay... dann mal etwas genauer.


i9n Spiel

i9n wird in sechs Phasen gespielt, in denen es darum geht, mit seinen Spielfiguren die Erde nach Ölquellen abzusuchen.
Der Spielplan ist dabei clever in Bereiche unterteilt... so gibt es die nahezu klassische Aufteilungen wie Nord-Süd, Ost-West, Wasser-Land, aber auch Paarungen, wie Sonne-Nebel, Äquator-Pol und Atlantik-Pazifik.

Jeder Punkt auf der Karte lässt sich nun anhand dieser Kategorien einordnen.
So kann ein Ort z.B. im Meer und in der Sonne und im Atlantik etc liegen.
Und jedem Ort ist eine bestimmte Koordinate zugeordnet.

Dem Spiel liegen nun Lochkarten bei. Jede Ortsbestimmung hat eine eigene Karte. Es gibt also eine Lochkarte "Meer", eine Lochkarte "Land", eine Lochkarte "Nebel" etc.

i9n Spiel

In jeder Phase wird nun eine dieser Lochkarten in den sogenannten Prozessor gesteckt.

i9n Spiel

In Phase eins ist dies (hier als Beispiel!) die Karte Nebel. Das wissen die Spieler jedoch nicht, sondern müssen nun herausfinden, welche Information die Lochkarte vermutlich enthält. Hierzu führen die Spieler Bohrungen durch und versuchen aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf die Information der Karte zu erhalten. Praktisch sieht das dann so aus:
Kommt ein Spieler auf ein Feld, auf dem er eine Probebohrung vornehmen will (und hat er eine Aktie, die ihm das erlaubt), so steckt er das oben bereits erwähnte Holzstäbchen in das Loch des Prozessors, welches der auf dem Feld aufgedruckten Koordinate auf dem Spielplan entspricht. Liegt das Feld auf dem er sich befindet tatsächlich im Nebel, so findet er eine Ölquelle.
Im hier vorliegenden Beispiel würden alle Felder, die im Nebel liegen, erfolgreiche Probebohrungen erlauben. Im Gegensatz dazu würde aber kein Feld in der Sonne Öl liefern.
(Wegen des paarigen Ausschlussprinzips: Wenn Nebel (+), dann Sonne (-); wenn im Norden, dann nicht im Süden; etc.)

Zu Spielbeginn lässt die erste Karte im Prozessor noch 32 Ölquellen Löcher frei. So sind am Anfang des Spieles die Informationen, die man erhält noch recht vage.
In jeder Phase kommt jedoch eine Karte (und damit eine weitere Information) hinzu.
Mit jeder daraufgelegten Karte halbieren sich die Löcher und damit die sprudelnden Ölquellen. Am Ende des Spieles gibt es dann nur noch eine einzige definierte Ölquelle. Diese bringt am meisten Punkte, muß aber nicht siegbestimmend sein. Vielmehr entscheidet, welcher Spieler über das gesamte Spiel am meisten Öl gefördert hat.

Ziel der Spieler ist es somit, im Verlaufe des Spieles durch geschickte Probebohrungen herauszufinden, welche Bedingungen zutreffen (und damit dann auch immer den jeweiligen Gegenpart ausschließen) und mit diesem Wissen möglichst viele Ölquellen anzuzapfen.

Um Probebohrungen durchführen zu können, benötigt man - wie schon erwähnt- eine entsprechende Karte. Hier im Spiel Aktie genannt, weil man mit diesen Karten handeln kann.
Je nach Anzahl der Aktien, die gerade im Umlauf sind, steigt oder fällt der Einkaufs- und Verkaufspreis, so dass gut überlegt sein will, wann man welche Aktie kauft.
Wenn der Spieler nun an einem Ort bohren möchte, so benötigt er eine Aktie, die zu diesem Ort paßt. Liegt ein Ort z.B. im Nebel, im Meer, im Pazifik, im Süden, am Pol und in Osten, so benötige ich entweder eine Aktie "Nebel" oder eine Aktie "Meer" oder "Pazifik", etc.
Aktien können am Ende des Spieles zudem Siegpunkte bringen, sofern auf den Aktien vermerkten Eigenschaften mit denen der letzten Ölquelle übereinstimmen.

Um meinem Motto treu zu bleiben, in diesem Blog nur einen groben Einblick in die jeweiligen Spiele zu geben, werde ich nun nicht weiter ins Detail gehen. Das überlasse ich anderen Seiten. ;-)
Vor allem die Homepage von i9n, die man über strothmann-spiele erreicht (Tante Google hilft ;-)) ist bei Interesse sehr ans Herz zu legen, da es dort nicht nur Erklärvideos und die Spielregel als pdf Datei gibt. Vielmehr wird dort auch Feintuning am Spiel betrieben und Regelerweiterungen und-varianten werden dort vorgestellt.

Eine in meinen Augen wichtige Änderung der Ursprungsregel möchte ich hier hervorheben:
So waren mein Lieblingsmitspieler und ich in Übereinstimmung mit offensichtlich einer Vielzahl von anderen Spielern überhaupt nicht davon angetan, die Anzahl der Zugmöglichkeiten per Würfelglück entscheiden zu lassen.
Hier gibt es nun zwei Varianten, um das Würfelglück zu umgehen.
Die "japanische" Variante, bei der weiterhin mit Würfel gespielt wird, wo allerdings vermeintlich schlechte Würfelergebnisse unter Umständen günstig sind, weil bei niedriger Augenzahl zumindest billig gebohrt werden kann.

Oder die Variante, in der ganz auf Würfel verzichtet wird. Hier kann man seine Züge im voraus planen, weil einem ein festes Kontingent an Zügen zugeteilt wird. Jeder Spieler erhält turnusmäßig zweimal einen Zug, zweimal zwei Züge, zweimal drei Züge. Sind alle Züge aufgebraucht, geht's wieder von vorne los. Als Merkhilfe, welche Züge schon verbraucht wurden, kann man sich von der Homepage entsprechende Spielkarten zum Ausdrucken herunterladen.
Wir haben auf die selbstgedruckten Karten verzichtet. Ich bin da etwas eigen... mein optisches und haptisches Spielerlebnis leidet bei selbstangefertigten Spielmaterialien ;-)
Wir haben stattdessen Plastikchips aus einem alten Vier-gewinnt-Spiel zweckentfremdet.
Letzteres wurde eh nicht mehr gespielt ;-)
Schicke Klebezahlen drauf und fertig waren die Merkhilfen für verbrauchte Züge.

Und zum Thema Eigenbau gibt es noch etwas zu sagen:
Unser Schachtelinlay war bzw. ist instabil. Was bei diesem Spiel ein Problem ist. Denn die Lochkarten müssen absolut kongruent gestapelt werden, da die Sache mit den Bohrungen sonst nicht funktioniert. Und als Führung für die Lochkarten sollte eigentlich dieser leider unbrauchbare Schachteleinleger dienen.
Aaaaber: Wer von diesem Problem betroffen ist, kann Ersatz (über die nun schon mehrfach erwähnte ;-)) Homepage anfordern.
Oder man wird kreativ und kommt so doch noch zum self-made Spielmaterial.

Wir haben uns jetzt ersteinmal mit einem Stück stabiler Pappe beholfen (IKEA läßt grüßen...die Pappstreifen die den Kantenschutz der CD Boxen KASSETT darstellen, eignen sich hervorragend, wie wir festgestellt haben ;-))

Im Geiste steht jedoch schon mein Bauplan für ein hölzernes Gestell. Mal sehen, wann ich mich dazu entschließen kann, in den derzeit eiskalten Heimwerkerkeller zu gehen, um die Pläne zu realisieren. Ich werde berichten...

Und nun komme ich auch schon *hüstel* zu meinem Fazit:

Deduktionsspiele stehen bei mir und meinem Lieblingsmitspieler derzeit ohnehin hoch im Kurs. Ob sich das Spiel bei uns dauerhaft im oberen Bereich unseres persönlichen Spielerankings einordnen kann, muß sich erst noch zeigen. Mein Lieblingsmitspieler ist nicht ganz so begeistert. Allerdings hat sich heute herausgestellt, dass er das System noch nicht ganz begriffen hatte... das mag sich in den nächsten Tagen ändern.
Fest steht: Das Spiel wird in den nächsten Tagen und Wochen noch einige Male auf dem Spieletisch landen.
Und wer Deduktionsspiele mag, gerne einmal abseits der Großverlage nach frischen Ideen Ausschau hält und neugierig auf diese innovative Lochkarten-Geschichte ist, der sollte mal einen intensiveren Blick auf i9n werfen.

Arenques Weblog …

… befasst sich mit Spielen. Schwerpunktmäßig mit Brett- und Gesellschaftsspielen. Doch vereinzelt blicke ich auch über den Tellerrand, wenn es in der digitalen Welt etwas interessantes zu entdecken gibt. Da es schon viele gute Seiten im Netz gibt, die Spiele ausführlich besprechen, möchte ich hauptsächlich meine Ersteindrücke vorstellen und vielleicht auf das eine oder andere Spiel neugierig machen. Hier kommen also meine mehr oder weniger (;-)) kurzen Einträge zu allem, was gerade auf dem Spieltisch liegt. Viel Spaß!

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